Doch muss sich Google auch in diesem neu eroberten Bereich, seitdem es relativ einfach ist dort ein Profil zu erstellen, mit dem alten Problem des Spammens auseinandersetzen. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, kündigte Google vor kurzem das Konzept der: „rel=publisher“ und „rel=author“ Tags an. Diese stellen eine Verbindung zwischen dem eigenen Blog (author) und dem Google Plus Profil (publisher) her und helfen zudem den Trust einer Webpage bei den Suchmaschinen zu steigern. Allem voran wird dabei auch versucht Google Plus weiter zu pushen. Denn wenn es nach dem Willen des Suchmaschinenriesen geht, sieht sich dieser in Zukunft als die größte soziale Suchmaschine im Netz.
Wobei handelt es sich bei den beiden Tags: „rel=author“ und „rel=publisher“? Beide sind sogenannte microformats, im allgemein auch als Metainformationen bezeichnet und dienen als Erweiterung der HTML Auszeichnungssprache. Microformats können von Menschen nicht gelesen werden, sondern dienen letztendlich als Hinweise für die Suchmaschinen oder anderweitige Software die den Quellcode genauer betrachten. Das publisher Tag war in der Vergangenheit ein akzeptiertes Format, wurde jedoch wieder fallen gelassen, da es diversen HTML4 Anforderungen nicht gerecht wurde. Auf microformats.org findet sich neben einer knappen Beschreibung lediglich der Eintrag: "HTML4dropped". Auch auf der Webpage des World Wide Web Consortium (W3C) findet sich kein Eintrag im Bereich der empfohlenen Link Typen bzw Link types.
Nachdem Google jedoch diese Mikroformate für die eigenen Dienste erneut ins Leben gerufen hat, ist es möglich mit Hilfe beider Tags „rel=author“ und „rel=publisher“ den eigenen Blog bzw Internetauftritt mit dem Google Plus Profil zu verbinden. Diese Informationen werden auch innerhalb der Suchergebnislisten angezeigt und verdeutlichen die Quelle des Artikels. Wie bereits erwähnt soll dadurch dem Spam auf sozialen Netzwerken entgegengewirkt werden, damit eine bessere Unterscheidung zwischen vertrauenswürdigen Inhalten und minderwertigen (Spam) Meldungen darin stattfinden kann. Trotz der angekündigten Meldung beide Tags in den Code mit einfließen lassen zu können, um somit den neuen Anforderungen von Google gerecht zu werden, hatten viele Nutzer Probleme die neuen Mikroformate ohne Fehlermeldung des Rich Snippet Tools anzuwenden, dass es sich dabei nur um einen Bug des Tools handelte konnte Google jedoch kurze Zeit später offiziell bestätigen. Inwiefern diese Neuerungen für das SEM (Suchmaschinenmarketing) relevant sind, bleibt allerdings abzuwarten.
Autor: Michael T. (twago.de)









